Historische Bürgergärten im Klassizismusviertel von Arnsberg - Ein schöner Ort zum Verweilen inmitten der Stadt

Auferstehungskirche innen
Neumarkt und Königstraße
Klassizismusviertel Arnsberg

Klassizismusviertel

Das Klassizismusviertel rund um den Neumarkt sucht in seiner Geschlossenheit in Westfalen seinesgleichen. 1816 kamen die Preußen nach Arnsberg. Arnsberg wurde Regierungssitz. Für die zugezogenen Berliner Beamten entstand unter der Aufsicht des Berliner Baumeisters Karl Friedrich Schinkel nach 1817 die „kleine Berliner Stadt“ mit evangelischer Kirche, Casino und Post am Neumarkt. 

Auferstehungskirche
Infolge der Säkularisation des Kurfürstentums Köln mischten sich nach 1803 erste evangelische Neubürger unter die bis dahin rein katholischen Arnsberger. Da es jedoch keine evangelische Kirche gab, feierten sie ihre Gottesdienste in der katholischen Kapelle St. Georg am Glockenturm. Mit dem Anwachsen der evangelischen Gemeinde, nicht zuletzt durch die nach 1815 neu zugezogenen preußischen Beamten, wurde der Bau eines eigenen Gotteshauses unbedingt erforderlich. Als Standort wählte man das Herzstück der neuen Berliner Beamtenstadt am Neumarkt. Hier entstand von 1822 bis 1824 unter der Aufsicht des Berliner Baumeisters Karl Friedrich Schinkel nach Plänen des Regierungsbaurates Clemen die Auferstehungskirche, die erste evangelische Kirche des Herzogtums Westfalen. Ursprünglich wurde sie als ein gleichschenkliges griechisches Kreuz erbaut. Die evangelische Gemeide wuchs jedoch so schnell, dass zum Westen hin ein Anbau erforderlich war und 1890/91 erfolgte.Mit ihren dorischen Säulen, dem Taufgestell mit Löwenpranken und Pinienzapfen sowie dem kunstvoll verzierten Altar bietet sie einen klassizistischen Höhepunkt in Arnsberg. Einmalig ist auch das von dem Düsseldorfer Maler Ernst Deger gemalte Altarbild, das die Auferstehung Christi darstellt. 

Klassizistische Gartenhäuschen 
Noch heute zeugen die klassizistischen Pavillons in den ehemaligen Gärten der Berliner Beamten am Neumarkt und an der Königstraße von Preußens Gloria. Die im 19. Jahrhundert gebauten und aufwändig renovierten Gartenhäuschen sind einige der letzten ihrer Zeit in Westfalen.