Alter Markt

Alter Markt - "Die gute Stube von Arnsberg"

Am Alten Markt mit Glockenturm, Altem Rathaus (1710), "Zur Krim" und Maximilianbrunnen (1779) schlägt Arnsbergs historisches Herz.

Im Alten Rathaus von 1710 tagte bis 1803 der Landtag. Im Archivturm von 1719 bewahrte man Urkunden und Briefschaften auf. Das Wappen an der Nordwand ist Symbol der kurkölnischen Herrschaft von 1369-1903. In einer Mauernische hinter einem Gitter befindet sich die Stadtmadonna, eine aus Eichenholz geschnitzte Figur die um 1500 entstanden ist. Die Madonna hat viele Stadtbrände nahezu unversehrt überstanden. Maria zu Ehren trägt das kunstvoll geschmiedete Eisengitter die Buchstaben ihres Namens.

Auf dem "Blauen Stein" zu Füßen der Mutter Gottes durften der Legende nach die zum Tode verurteilten Hexen und Zauberer ein letztes Mal niederknien und beten, bevor sie zum Scheiterhaufen geführt wurden.

Das wunderbar renovierte Patriziergebäude "Zur Krim" erinnert an ein dunkles Kapitel in der Rechtsgeschichte, denn hier wohnte der berüchtigte Hexenrichter Dr. Heinrich v. Schultheiß († 1646). Die Tätigkeit des v. Schultheiß als Hexenjäger fiel in den 1630er Jahren mit dem Höhepunkt der Hexenverfolgungen zusammen. Zwischen 1628 und 1641 gab es im Herzogtum Westfalen über 600 Hinrichtungen. Seine letzten Prozesse fanden 1643 in Werl statt. Schultheiß hat die für eine Verurteilung erforderlichen Geständnisse durch Suggestivfragen und Folter erzielt.

Der Glockenturm – das Wahrzeichen der Stadt –

Der 44,2 m hohe Glockenturm mit seiner barockbauchigen Doppelzwiebelhaube von 1710 stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Bauwerken in Arnsberg. Er diente ursprünglich mit seinem Tor und seinen Schießscharten als Stadtgrenze. Er bildete bis zur Aufsiedlung der Unterstadt (um 1240) das südliche Haupttor. Eine erste schriftliche Erwähnung findet er in einer Urkunde des Grafen Gottfried III. aus dem Jahre 1236, in dem es um die Erweiterung des Stadtareals in Richtung des Klosters Wedinghausen ging. Mit der Ausführung dieses Plans verlor der Turm seine Funktion als Wehrturm und diente nur noch als innerstädtisches Tor. Die Turmspitze bestand über Jahrhunderte aus einem zeltartigen Dach mit vier kleinen Ecktürmen. Erst um 1723 erhielt der Turm nach einem Stadtbrand seine barocke Zwiebelhaube, die bis 1945 erhalten blieb. Zwischen den beiden Zwiebeln befand sich früher die Wachstube, von der aus der Nachtwächter die Uhrzeit verkündete und vor Feuer und anderen Gefahren warnte. Erneuert wurde die Haube nach Beschaffung des erforderlichen Baumaterials im Jahre 1948. Heute ist der Glockenturm das Wahrzeichen der Stadt.

Erfahren Sie im Rahmen unserer regelmäßigen Stadtführungen oder thematischen Stadtführungen mehr über den Alten Markt, den Glockenturm sowie andere Arnsberger Sehenswürdigkeiten.

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